Kurze Mitteilung

Posted on 18th Januar 2011 by Tristan in Allgemein

Nach einer langen “Sendepause” hier nun mal wieder ein Lebenszeichen von mir! Der November war prall gefüllt vom Unterrichten, dem Krankenhaus und allerlei Kram nebenher, bevor im Dezember dann mein Kumpel Merlin zu Besuch gekommen  ist, es in den wohlverdienten Urlaub ging und schlussendlich das Zwischenseminar Anfang Januar auf Sansibar anstand.

Seit gestern ist die Schule jetzt wieder voll im Gange, ich habe mich gestern schon schnell wieder ins Unterrichten eingefunden und es tut auch wirklich ganz gut nach langer Pause mal wieder einen Alltag und eine sinnvolle Beschäftigung zu haben.

In nächster Zeit werde ich auf jeden Fall versuchen, einige Geschichten aus den vergangenen anderthalb Monaten hier zu erzählen!

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Hundewelpen

Posted on 11th November 2010 by Tristan in Allgemein

Wir haben zwei neue Mitbewohner! Mahale und Kaddi sind zwei weibliche Hundewelpen, die wir gestern ganz zufällig bei uns am Eingang zum Schulgelände gesehen haben, und spontan mit nach Hause genommen haben. Die beiden sind einen knappen Monat alt und unglaublich niedlich. Leider waren sie sehr schwach und halb verhungert, sodass sie nun erst mal richtig aufgepäppelt werden müssen. Allein das Stehen fiel ihnen sehr schwer. Auch die erste Nacht in ihrem neuen zu Hause, einem Pappkarton unter unserem Tisch war wohl nicht ganz einfach für sie. Ich habe davon nichts mitbekommen, aber Yannick musste auf einer Matratze neben den kleinen schlafen, weil sie wohl so verängstigt im Dunkeln waren, und dazu noch überall hin gebrochen-und gepinkelt haben.

Nun ja, heute Morgen habe ich ihnen dann erst mal schön Reis mit etwas Milch gekocht, was sehr gut angekommen ist, und nach einem kleinen Nickerchen ging es ihnen schon sichtlich besser. Vor allem Kaddi wollte richtig spielen, aber leider musste ich dann in die Schule. Mal sehen wie sich die beiden nachher fühlen, wenn wir wieder nach Hause kommen. Ich befürchte allerdings, dass unser Wohnzimmer dann sehr einem Hundeklo ähneln wird, aber das bekommen wir schon irgendwie demnächst in den Griff.

Auf jeden Fall werden in Zukunft sicherlich noch einige Posts über unsere Hündinnen folgen, der nächste spätestens wenn sie endlich stubenrein sind!

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Wochenende in Matema

Posted on 11th November 2010 by Tristan in Allgemein

Das letzte Wochenende haben wir zusammen mit den IB-Leuten und noch ein paar anderen Freiwilligen in Matema Beach, einem kleinen, abgelegenen Dorf, gelegen am nördlichen Ufer des Lake Nyasa (Malawisee), verbracht.

Donnerstag nach der Schule trafen wir uns alle in Mbeya, von wo aus es dann mit einem vom Headmaster der Mbalizijungs organisierten Land Rover über Uyole und Igawilo Richtung Berge ging. Nach ca. 15min Fahr verließen wir dann auch schon die Teerstraße, die zur Grenze mit Malawi führt, da wir noch ein paar andere Freiwillige in den Bergen über dem See treffen bzw. abholen wollten. Die Fahrt führte uns unerbittlich in immer gewaltigere Höhen (an die 3000m), es wurde kälter, abgelegener und immer schöner. In den sechs Stunden Fahrt kamen uns nur 2 oder 3 LKW entgegen, und die wenigen Ortschaften waren winzig und sehr schlecht entwickelt.

Beeindruckend war aber auch die Vegetation, zu Anfang war sie noch ähnlich wie in Mbeya, recht trocken, ein paar Bäume und Gräser, aber sonst nicht viel mehr. Dann wurde die Umgebung irgendwann grüner, schon fast tropisch und Regenwaldähnlich, bevor wir irgendwann Höhen erreichten, in denen dann nur noch grüne Wiesen die gigantischen Bergen bedeckten. Die Straße war in sehr schlechtem Zustand, einmal hat es uns auch ein Bisschen von der Piste gehauen, aber halb so wild. Ansonsten war die Fahrt aber ein Traum, die meiste Zeit saßen wir auf dem Dach und genossen die wunderbare Aussicht von dort.

Irgendwann gegen Abend, es war schon dunkel, erreichten wir dann eine Ortschaft, in der noch zwei Freiwillige leben. Bei dem Schweizer konnten wir auch alle unterkommen, und einen gemütlichen Abend am Kamin hatten wir auch noch.

Nach einem guten Frühstück im Dorf ging die Fahrt dann am nächsten Vormittag zu zwölft weiter, bis in ein Dorf namens Utengule, von wo aus wir dann zu Fuß den Weg über die letzte Reihe der Berge antraten. Der Pfad war unbeschreiblich schön, erst wieder über verdorrte und verbrannte Hänge hinunter in den Regenwald. Leider taten die Beine nach sieben Stunden klettern doch ziemlich weh, und für einige wurden die letzten Kilometer bis zur Straße, wo wir dann auf einem überfüllten Pick-up mitgenommen wurden, zur Qual. In Matema angekommen quartierten wir uns dann gleich im Lutheranian Guesthouse ein, und gingen alle echt früh zu Bett.

Samstagmorgen entschädigte die wunderbare Lage des Dorfes mit herrlichem Strand dann für den schlimmsten Muskelkater meines Lebens. Der Tag im Sand war super, endlich mal wieder Wasser. Abends chillten wir dann am Seeufer, bis um zwölf Uhr Christians Geburtstag mit Baden, kleinen Geschenken und Kuchen gefeiert wurde. Am nächsten Morgen mussten wir dann alle erst mal ausschlafen, noch einmal in den See hüpfen und dann wieder Richtung Mbeya aufbrechen. Dieses Mal allerdings mit Dalla und Coaster über Kyela und Tukuju, da die Mbalizis auf dem Rückweg mit dem Auto noch andere Sachen vorhatten, und wir doch so früh wie möglich wieder zu Hause sein wollten.

Zurückschauen können wir jetzt also auf ein sehr abwechslungsreiches und spannendes Wochenende, das den Kontakt mit den anderen Freiwilligen sicherlich noch intensiviert hat, und nicht unser letzter Besuch in Matema gewesen sein wird.

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Wahlen

Posted on 1st November 2010 by Tristan in Allgemein

Gestern, am 31.10.2010, waren nationale Wahlen in Tansania. Auch wenn wir uns hier in einem recht stabilen, demokratisch regierten Land befinden, läuft dabei eindeutig nicht alles so wie es sein sollte.

Zum einen gab es in den letzten Monaten wirklich nur Wahlplakate von der bisher regierenden Partei, der CCM, mit ihrem Kandidaten Kikwete, der natürlich unbedingt im Amt bleiben wollte. Von anderen Parteien hat man definitiv nichts mitbekommen.

In den letzten Tagen dann sah man aber plötzlich auch Menschen und Fahnen in den Farben der Oppositionspartei, die täglich mehr wurden. Ich hatte vor ca. zwei Wochen schon mal einige dieser auffällig blau-rot-weißen Fahnen im Auto eines Freunden von Father Sanga gesehen, aber mir nichts weiter dabei gedacht.

Als wir nun Samstag mit einem Lehrerkollegen, der uns freundlicherweise in seinem Auto mitgenommen hat, aus Songwe in Richtung Mbeya fuhren, hatte sich Mbeya total verwandelt. Überall hingen Fahnen in grün für CCM oder halt in blau-rot-weiß, die Leute grüßten sich untereinander mit komischen Handzeichen, und hin und wieder kam auch mal ein mit Leuten vollgepackter LKW vorbei, von dem recht aggressiv runter geschaut und gerufen wurde. Normalerweise sieht man in der Stadt eigentlich nie Polizei, aber jetzt fuhren plötzlich Pick-ups mit Sondereinheiten durch die Stadt, um Präsenz zu zeigen, und möglichen Ausschreitungen vorzubeugen. Insgesamt war die Stimmung schon etwas angespannt und unangenehm, jetzt zurück in Songwe bekommt man aber wieder gar nichts mit.

Sowieso ist der Süden wohl eher friedlich, im Norden, besonders in der Region um Mwanza hat es schon einige Morde und extreme Ausschreitungen gegeben, wie wir von Lehrerkollegen hörten, die davon sehr geschockt waren.

Ein Wahlergebnis gibt es noch nicht, aber die wirklich heikle Phase kommt auch erst noch, denn sollte die CCM erneut so eindeutig gewinnen wie bei den letzten Wahlen, könnten die Wahlverlierer und die recht unprofessionell agierenden Medien unter Umständen die Stimmung in der Bevölkerung so aufheizen, dass es noch mehr Horrorgeschichten zu erzählen geben wird. Man kann nur hoffen, dass dieser Fall nicht eintreten wird, und sich die Verlierer mit ihrem Schicksal insoweit zufrieden geben, dass die nationale Sicherheit nicht weiter gefährdet wird.

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Unterrichtsausfall/Sanga/NGO von Jonas/Deutschunterricht

Posted on 26th Oktober 2010 by Tristan in Allgemein

Normalerweise hätte ich gerade, um 7.30 Uhr, Unterrichtsbeginn gehabt. Daraus wurde aber leider nichts, da ich gleich bei meiner gehetzten Ankunft von unserem Kollegen Brother Kalua informiert wurde, dass heute kein Unterricht stattfinden würde. Warum? Weil die Lehrer alle nach Mbeya fahren und den Bischof treffen. An sich ja eine gute Sache, nur hätte man das ruhig mal vorher bekannt geben könne. Aber was soll´s!? Ich werde jetzt demnächst wieder nach Hause fahren, dort Yannick aus den Federn werfen und dann zusammen mit ihm Richtung Mbeya aufbrechen. Wir kommen also nach, zum Treffen mit dem Bischof.

Dieser Tag in Mbeya passt uns eigentlich sogar ganz gut in den Kram, da wir dringend die Updates für unseren beschädigten Server runterladen müssen, und ich noch einiges mit Father Sanga zu klären habe. Zum einen geht es dabei um ein Dankesschreiben an “Amani”, in dem er sich gerne nochmal offiziell für das Schenken der Monitore bedanken möchte, zum anderen weil ich momentan einen Computertransport nach Dar es Salaam organisiere. Dort ist ein ehemaliger Amanifreiwilliger, Jonas Metzger, nämlich gerade dabei, eine NGO zu gründen, und hat Amani und damit auch uns aktuellen Freiwilligen um Hilfe gebeten, da er dringend einen PC mit Monitor usw. benötigt. Gerade versuche ich ihm ein gutes Paket zusammenzuschustern, nur was den Transport nach Dar angeht bin ich etwas ratlos, daher werde ich diesbezüglich Father Sanga später ansprechen, ob er jemanden kennt der in den nächsten Tagen Richtung Nordost fahren wird.

Ansonsten ist hier im Moment nicht allzu viel los, die Schüler konnten gestern das erste Mal mit den neuen TFT-Bildschirmen arbeiten, waren natürlich begeistert und gleich auch besonders motiviert. Morgen geht´s dann wieder normal weiter, in unserer gestern erhaltenen “Pandahill Staff Member”-Kluft, die wirklich gut aussieht, und Donnerstag geht es dann auch endlich mit der ersten Deutschstunde los. Der Kurs hat bisher 11 Schüler, aber für den Anfang reicht das bestimmt auch erst mal, wer weiß wie das überhaupt klappt, ich bin aber eigentlich ganz optimistisch und freue mich drauf.

Anstrengendes, aber schönes Wochenende

Posted on 21st Oktober 2010 by Tristan in Ausflüge

Das letzte Wochenende war ja wie schon im letzten Artikel erwähnt, sehr anstrengend, und in erster Linie vom Arbeiten an den neuen Computern geprägt. Da wir ja aber auch Unterstützung bzw. Besuch von Basti aus Iringa hatten, entschieden wir uns am Samstag dazu, den höchsten Berg hier in Songwe, nämlich den Pandahill, nach dem auch unseren Schule benannt ist, zu besteigen, und Basti so auch noch ein Bisschen mehr als nur de Anblick unseres Computer Labs zu bieten.

Gegen Mittag ging es los, erst mal quer durch unser Dorf, dass wir so auch zum ersten Mal ganz kennenlernten. Es ist schon komisch anzusehen, in was für einfachen, nein armen Verhältnissen die Menschen gerade am Ortsrand leben. Nachdem wir nun Songwe hinter uns gelassen hatten, ging es weiter durch eine ziemlich lange Ebene, durchkreuzt von einigen Schluchten und bewachsen nur von einigen Sträuchern und Bäumen. Der Weg bis zum Fusse des Pandahills entpuppte sich als wesentlich länger als erwartet, und so waren wir schon vor der eigentlichen Herausforderung, nämlich der Bergbestiegung, froh darüber, jeweils 4,5l Wasser im Rucksack zu haben.

Auch der Anstieg auf den Berg (der von weitem wirklich nur wie ein Hügel aussieht) machte uns ziemlich zu schaffen, zum einen, weil es nicht mal einen Trampelpfad gab und wir so nur querfeldein kraxeln konnten, zum andern, weil der Berg gefühlt senkrecht gen Himmel anstieg. So brauchte es gute drei Stunden und einige Pausen, bis wir schließlich die Bergkuppe erklummen hatten, und die fantastische Aussicht und den frischen Wind genießen konnten.

Nach einer halben Stunden Pause wollte dann eigentlich niemand mehr mit dem Abstieg beginnen, aber was sein muss muss sein, und so quälte man sich dann den endlosen Geröllhang wieder hinunter. Zum Glück verfielen wir alle irgendwann in eine Art Trott, sodass uns unsere Beine von alleine trugen, und wir doch schon relativ schnell wieder an der Ortsgrenze Songwes ankamen. Dort wurde dann noch ein Bisschen Frisbee gespielt, bis die Dunkelheit komplett hereingebrochen war, und der letzte Marsch durchs Dorf angetreten werden konnte. Wir sahen nämlich alle drei verdammt fertig aus und waren von oben bis unten schwarz von Kohle, die uns auf dem Berg gestriffen hatte, und wollten uns so im Dorf nur relativ ungern zeigen. Im Schutze der Dunkelheit fiel unser verschmutztes Äußeres aber nicht weiter auf, und zu unserer großen Freude hatten wir sogar Wasser, als wir nach Hause kamen, sodass sofort ordentlich geduscht wurde.

Der Ausflug war auf jeden Fall ein voller Erfolg, und mit Basti haben wir schon ausgemacht, dass wir in unserem Jahr hier sicher nochmal auf den Pandahill klettern werden,  vielleicht an einem Tag, an dem die Aussicht noch besser sein wird.

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Neue Computer für die Pandahill

Posted on 20th Oktober 2010 by Tristan in Ausflüge

Bei unserem ersten Vorbereitungsseminar im Mai haben wir ja unter anderem auch dabei geholfen, einen neuen Container, der von Amani nach Tansania geschickt werden sollte, zu Packen. Insbesondere ging es dabei um das sichere Verstauen von Monitoren in große Kartons. Desweiteren wurden in dem Container nach allerlei Sachspenden für das Kinderdorf in Kilolo, die Ruco in Iringa und halt für unsere Pandahill in Songwe transportiert.

Nachdem der Container nun seinen weiten Weg von Geldern nach Dar und von dort weiter durch verschiedenste Zollkontrollen, die nur sehr umständlich zu überwinden waren, bis nach Iringa geschafft hatte, hieß es für Yannick und mich am vergangenen Mittwoch, Abfahrt nach Iringa und unsere Sachen abholen.

Da wir mit ca. 50 Monitoren und 30 Computern rechneten, bekamen wir von Father Sanga einen Coaster inkl. Fahrer zur Verfügung gestellt, der uns dann Mittwoch um 3.00 Uhr vor unseren Zimmern in Mbeya abholte, und die gut 5 stündige Fahrt nach Iringa antrat. Auf dem Weg wurde natürlich überwiegend geschlafen, vor allem, weil wir in den wenigen Stunden Nacht zuvor durch einen riesigen Schwarm Mücken vom Schlafen abgehalten worden waren.

Um 8.30 Uhr in Iringa wurde dann erst mal gut im Hasty Tasty gefrühstückt, bevor es weiter zur Uni ging, wo wir auch Falk und Basti antrafen. Zusammen mit dem Fahrer wurde dann eine ganze Weile eingeladen, danach Bastis Klamotten eingepackt, sich kurz verabschiedet und direkt wieder der lange Heimweg angetreten. Basti nahmen wir direkt mit, da wir für die kommenden Tage definitiv noch eine dritte Hand zur Bewältigung der nun anstehenden Aufgabe gebrauchen konnten. Sämtliche PCs in der Pandahill mussten ersetzt und installiert werden, gepaart mit jeder Menge schwerer Komplikationen.

Als zumindest das Auswechseln der Computer und Monitore erledigt war, stürmten auch gleich ziemlich viele Schüler aber vor allem auch  Lehrer das Computer Lab, um die neu eingetroffenen Spenden zu bestaunen. Besonders die TFT-Monitore, von denen wir nun 17 aufgestellt haben, lösten große Freude aus.

Aber nicht nur optisch hat diese Containerlieferung unserem Lab gut getan, denn viele der neuen Computer sind auch leistungsstärker als die vorherigen, sodass es in Zukunft, wenn alles fertig eingerichtet ist, auch möglich sein wird, aufwendigere Programme wie z.B. Photoshop im Unterricht zu besprechen.

Insgesamt sind wir über die neuen Komponenten natürlich sehr glücklich, auch Father Sanga kann sich freuen, denn an den habe ich in den letzten beiden Tagen schon ca. 20 der alten Monitore, für die wir keinerlei Verwendung mehr haben, ausgeliefert, und so hoffen wir, dass wir möglichst in den nächsten Tagen alle noch offenen Probleme beheben können, und ab Montag dann auch zur Freude der Schüler, die es kaum noch erwarten können die neuen Sachen zu benutzen, mit dem Unterricht fortfahren können.

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Erste Regentropfen

Posted on 18th Oktober 2010 by Tristan in Allgemein

Wir haben sehr lange darauf warten müssen, aber in den letzten Tag kündigt sich so langsam ein Jahreszeitenwechsel an. Bisher haben wir ja nur blauen Himmel und tagsüber heiße und nachts eher kühle Temperaturen erlebt. Nun ist der Winter aber langsam vorrüber. Dies spürt man besonders nachts, es kühlt sich fast nicht mehr ab, und tagsüber wird die Hitze noch intensiver und drückender.

Anfang letzter Woche hat es sogar ein paar Regentropfen in Songwe gegeben, zwar nur ca. einen pro qm², aber immerhin ein Anfang, die Natur hat dringend mehr davon nötig!

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Party

Posted on 12th Oktober 2010 by Tristan in Allgemein

Es ist Montagmorgen, ich sitze in der Pandahill, es gibt immernoch Stundenplanprobleme, und ich fühl mich nicht so richtig fit. Wieso? Am Wochenende hatten wir Besuch, und zwar nicht zu schlecht. Insgesamt waren wir schließlich 23 Leute in unserem Haus in Songwe, 15 davon mussten auch irgendwie über Nacht untergebracht werden, die Igawilo-und Mbalizifreiwilligen konnten ja nach der Disco nach Hause fahren.
Yannick und ich hatten uns ja schon vor einigen Wochen überlegt, mal eine richtig anständige Party zu schmeißen, zum einen weil es einfach Spaß macht, zum anderen, damit sich mal alle Freiwilligen, die südlich von Iringa stationiert sind, mal kennenlernen können. Bisher waren wir beide nämlich die einzigen, die alle anderen kannten.
Die letzten Tage vor der Party wurde, wie es nunmal so ist, sehr viel aufgeräumt, eingekauft und organisiert. Donnerstagabend fuhr ich dann schon nach Mbeya, um die Iringaleute Freitag vom Bus abzuholen und dafür noch ein Auto zu organisieren. Dank Father Sanga aber zum Glück kein Problem. Es war sicherlich ein lustiger Anblick, ein Pick-up mit zehn Weißen, der durch Mbeya fuhr. Gegen Abend waren dann sämtliche Gäste in Songwe versammelt, und die Party kam richtig in Fahrt. Später ging es dann mit einem extra gemieteten Dalla Dalla nach Mbeya in die Disco, und um fünf Uhr auch wieder zurück. Ein durchweg gelungener Abend, nur in meinem Bett war es zu viert doch irgendwie ein Wenig zu eng, sodass ich vor allem auf Grund von Schlafmangel am Samstag etwas in den Seilen hing. Wie alle halt.
Dagegen gab es nun nur ein Mittel, und zwar einen Aufenthalt in der Utengule Coffe Lodge, einem wunderbar gelegenen Ressort ca. 45min von Songwe entfernt, mit Pool und gutem Essen. Der Tag dort verging wie im Flug, und am Abend wurde nur noch beisammen gesessen und der friedliche Ausklang dieses gelungenen Wochenendes genossen, besonders weil die Sumbawangas schon Sonntag um sechs und unsere Feunde aus Iringa gegen neun los mussten.
Spätestens zu Yannick´s Geburtstag Ende November werden wir sicherlich wieder in dieser großen Gruppe zusammenkommen.

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Warten auf die Schüler

Posted on 5th Oktober 2010 by Tristan in Schule

In der Pandahill geht es gerade ein Bisschen chaotisch zu. Die vierwöchigen Ferien sind vorbei, und die A-Level Schüler kommen aus den Ferien. Eigentlich war offizieller Unterrichtsbeginn schon gestern, am Montag, sodass ich pünktlich um 8.50 Uhr bereit war. Vorher hatte ich sogar noch etwas am Server rumgebastelt, und freundlicher Weise schon alle 20 Computer für die Schüler aufgedeckt und angeschaltet. Naja, es war eigentlich schon fast wieder klar, 15min nach Unterrichtsbeginn kamen ein paar form 2 Schüler oder so, und wollten die PCs benutzen. Als ich ihnen von meiner eigentlich stattfindenden Stunde erzählte, klärten sie mich dann kurz darüber auf, dass die A-Level Schüler noch gar nicht da wären, und erst am Nachmittag eintreffen würden. Super, ich arbeitete noch ein Bisschen weiter an den Computern und sprach hinterher noch mit zwei Lehrern, wann ich denn endlich wieder unterrichten könnte. Eindeutige Antwort, morgen! Da würden sicher alle da sein und der Schulbetrieb wie gewohnt seinen Gang nehmen.
Jetzt sitze ich hier gerade wieder im Computer Lab, es ist Dienstag, 8.16 Uhr, seit 7.15 Uhr bin ich in der Schule, und niemand ist da. Es sind gestern höchstens 20-30 Schüler eingetroffen, und die müssen jetzt erst mal die Klassenräume putzen. Dazu kommt noch, dass die Stundenpläne irgendwie geklaut worden sind, wer weiß was es damit wieder auf sich hat, auf jeden Fall kam vorhin Elisante, der Organisator des Academic Office zu mir und wollte, dass ich ihm alle Stundenpläne ausdrucke. Also ging es dann ins Sekretariat, wo mit unglaublich langsamer Geschwindigkeit der Druckertreiber runtergeladen wurde, um danach dann 300 Stundenpläne auszudrucken. Immerhin ist Sister Christabella jetzt auch wieder hier, sie ist offiziell unsere direkte Vorgesetzte, obwohl sie von Computern keine Ahnung hat, aber konnte mir zumindest versprechen, dass die Schüler morgen kommen werden. Hoffentlich behält sie damit Recht!

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